Der Besuch des Regierungschefs, Scheich Nasser al-Mohammed al-Sabah, am
Mittwoch in Bagdad fällt fast auf den Tag genau mit dem 20. Jahrestag
des Beginns des Zweiten Golfkrieges (17. Januar 1991) zusammen.
Damals hatten alliierte Truppen unter der Führung der USA die irakische
Armee aus dem Emirat Kuwait vertrieben, das diese im August 1990 auf
Befehl vom irakischen Ex-Präsident, Saddam Hussein, besetzt hatte.
Scheich Nasser, der ein Mitglied der Herrscherfamilie ist, wurde von
Ministerpräsident Nuri al-Maliki erwartet.
Die irakische Nachrichtenagentur Al-Sumeria meldete derweil, noch vor
dem Eintreffen des Regierungschefs habe die kuwaitische Küstenwache
fünf Fischer aus der irakischen Hafenstadt Basra freigelassen. Sie
waren von den Kuwaitern festgenommen worden, weil sie sich angeblich in
kuwaitischen Hoheitsgewässern aufgehalten hatten. Bei dem Zwischenfall,
an dem eine Patrouille der Küstenwache und insgesamt neun Fischer
beteiligt gewesen waren, war ein kuwaitischer Soldat getötet worden.
11 Januar 2011 - 20:30
News ID: 220933
Erstmals seit über 20 Jahren hat ein hochrangiger Politiker aus Kuwait den Irak besucht.